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Weltaidstag - Tag der Toleranz...

Der Welt-AIDS-Tag wird seit 1988 jährlich am 1. Dezember begangen, nachdem sich an diesem Tag die Gesundheitsminister auf einem Weltgipfel für eine von sozialer Toleranz geprägte Gesinnung und einen intensiveren Austausch von HIV- und AIDS-bezogenen Informationen aussprachen. Er ist ein Tag der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS und denen, die ihnen nahe stehen, aber auch ein Tag, an dem deutlich gemacht wird, dass für diese Menschen jeder Tag des Jahres ein AIDS-Tag ist.

Die AIDS-Organisationen nehmen ihn zum Anlass, auf vielen Veranstaltungen – von Infotischen in der Fußgängerzone über Podiumsdiskussionen bis zu Benefizabenden – ihre Arbeit darzustellen und zu Spenden aufzurufen, um ihre praktische Arbeit – Aufklärung, Information, Beratung, Betreuung, Pflege und Selbsthilfe – finanzieren zu können. Der Welt-AIDS-Tag ist aber auch ein Tag der Mahnung an die Politikerinnen und Politiker, sich ihrer politischen und finanziellen Verantwortung für eine AIDS-Politik zu stellen, die an den Lebensrealitäten der Hauptbetroffenengruppen ausgerichtet ist.

Motto der Weltaidstage von 1988 - 2004
1988 · Leben und leben lassen
1988 · Unser Leben, unsere Welt – lasst uns füreinander sorgen
1990 · Frauen und Aids
1991 · Der Herausforderung gemeinsam begegnen
1992 · Eine gesellschaftliche Verpflichtung
1993 · Zeit zu handeln
1994 · Familie
1995 · Gemeinsame Rechte, gemeinsame Verantwortung
1996 · Eine Welt. Eine Hoffnung.
1997 · Kinder in einer Welt mit Aids
1998 · Impulse für den Wandel – Welt-Aids-Kampagne mit jungen Menschen
1998-99 · Jugendliche
2000 · Aids – Männer stellen sich der Verantwortung
2001 · Aids: das geht mich an. Dich auch?
2002-03 · Leben und leben lassen
2004 · Frauen, Mädchen, HIV und Aids
2005 · Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere

HIV bzw. Aids wird in der Öffentlichkeit kaum mehr als gesellschaftliches Problem wahrgenommen. Dies ist die Folge der Stabilisierung der Infektionsraten in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, der Behandelbarkeit von HIV bzw. Aids, des Generationenwechsels, aber auch der Überlagerung mit anderen Themen. HIV bzw. Aids hat damit an Aufmerksamkeit und Ressourcen verloren, was präventives Verhalten schwächt und es besteht die Gefahr einer Entsolidarisierung mit Betroffenen.

Angesichts der weltweiten Entwicklung, der aus verschiedenen Gründen wieder steigenden Zahl positiver Testresultate, sowie der Probleme in der Behandlung (Resistenzen, Impfstoffe lassen auf sich warten) muss diesem Trend entschieden entgegengewirkt werden. Die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV bzw. Aids sowie von Gruppen mit erhöhtem Risiko einer HIV-Infektion muss verhindert werden.



Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung vom 16.11.2005

"Gemeinsam gegen Aids“

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag

"Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung. Für uns selbst und andere“ - so lautet das Motto einer Gemeinschaftsaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Ziel der Aktion ist es, das oft verdrängte Thema Aids verstärkt öffentlich zu machen und daran zu erinnern, dass der Schutz vor HIV alle angeht und dass jeder etwas tun kann. Unterstützt werden die drei großen bundesweit tätigen Aidsorganisationen dabei von Tennisstar Boris Becker, Schauspielerin Christiane Paul, MTV-Moderator Patrice Bouédibéla und Boxweltmeisterin Regina Halmich. Als prominente Botschafterinnen und Botschafter stellen sie sich ihrer Verantwortung im Kampf gegen HIV und Aids.

Die Gemeinschaftsaktion wird von vielen weiteren Partnern unterstützt: allen voran dem Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) sowie Boomerang und novum, die die Präsenz des Aktionsmotivs auf mehr als 25.000 Großplakaten und auf über 1,5 Millionen Postkarten bundesweit ermöglichen. Die gemeinsame Internetplattform der diesjährigen Welt-Aids-Tags-Aktion heißt www.welt-aids-tag.de. Sie informiert über Fakten und Hintergründe, über die Gemeinschaftsaktion, über die prominenten Botschafter und die von ihnen durchgeführten Aktionen und stellt Unterstützungsangebote für lokale und regionale Akteure bereit.

Verantwortung wahrnehmen, Initiative zeigen, gemeinsam handeln - das ist gerade im Kampf gegen HIV und Aids entscheidend. Wie jüngst die UNO erklärte, haben sich europaweit die HIV-Neuinfektionen von 1996 bis heute verdoppelt. Davon ist auch Deutschland nicht unberührt geblieben. So sind bundesweit die HIV-Neudiagnosen im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 20 Prozent gestiegen. 55 Prozent der neu diagnostizierten HIV-Infektionen entfallen dabei auf Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten. Aber auch bei Personen mit heterosexuellen Übertragungswegen ist ein Anstieg festzustellen.

Hierzu erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: "Angesichts dieser Entwicklung in Deutschland ist es besonders wichtig, sich im Kampf gegen das HI-Virus zu verbünden, das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren von HIV/Aids zu schärfen und die öffentliche Aufklärung zu stärken. Aidsprävention muss wieder ein breites politisches und gesellschaftliches Anliegen in Deutschland sein.“

Deshalb haben sich die Botschafter der diesjährigen Aktion entschieden, sich im Kampf gegen HIV und Aids und für das Leben und die Gesundheit der Menschen zu engagieren, die davon besonders betroffen sind. Sie nehmen ihre Verantwortung als Vorbilder und Meinungsmacher wahr und zeigen in ihren eigenen Lebensbereichen Initiative.

Die Ursachen für den jetzt - auch in vergleichbaren Ländern - zu beobachtenden Anstieg der HIV-Neuinfektionen sind vielfältig. "Neben anderen Faktoren könnten das Verschwinden von Aids aus den Medien oder die Vorstellung, dass HIV und Aids keine Gefahr mehr darstellen - geschürt auch durch verharmlosende Werbung der Pharmaindustrie - zu einem veränderten Risikoverhalten beigetragen haben“, erläutert Sven Christian Finke, Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe. "Die Deutsche AIDS-Hilfe sieht deshalb die Notwendigkeit, die zielgruppenspezifische Prävention bei schwulen und bisexuellen Männern zu verstärken. Hier müssen zusätzliche Mittel für die wirksamste Form der Prävention bereitgestellt werden: das persönliche Gespräch - vor Ort und im Internet.“

Weltweit stecken sich heute pro Minute etwa zehn Menschen mit dem HIV/Aids an. Derzeit leben nach Schätzungen von UNAIDS mehr als 42 Millionen Menschen mit HIV/Aids bei etwa fünf Millionen HIV-Neuinfektionen pro Jahr. Für die nächsten zehn Jahre wird mit etwa 50 Millionen Neuinfektionen gerechnet. Angesichts zunehmender Mobilität und Migration hat dies auch Auswirkungen auf Länder mit einer derzeit stabilen Situation wie Deutschland. Gerade vor dem Hintergrund von ca. 40 Millionen Auslandsreisen, die die Deutschen pro Jahr unternehmen - und das auch in Urlaubsländer mit hoher HIV-Verbreitung - gewinnt das Thema HIV und Aids zunehmend an Bedeutung.

"Wie die Auslandsreisen der Deutschen sind auch Aus- und Einwanderung typisch für eine immer weiter zusammenwachsende Welt. So kann es nicht überraschen, dass die globalen Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie auch in Deutschland und damit in den Anträgen an die Deutsche AIDS-Stiftung immer sichtbarer werden“, betont Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung. "Die Zahl der betroffenen Migranten - aus mittlerweile über 80 Herkunftsländern - die sich aufgrund sozialer Notlagen an die Stiftung wenden, nimmt deutlich zu. Die Stiftung reagiert auf diese Entwicklung, indem sie diese wachsende Gruppe nicht nur über Einzelhilfen, sondern auch über zahlreiche Hilfsprojekte unterstützt.“

Weitere Informationen: www.welt-aids-tag.de


Welt Aids Tag





gib aids keine chance
Informationen zu verschiedenen Aspekten und Themen rund um Aids und HIV, zu den BZgA-Medien zur Aidsprävention, zum Welt-Aidstag, weitere Hintergrundinformationen, interessante Links und vieles mehr.

machsmit
Die interaktive Site zur bekannten, überraschenden und frechen "mach´s mit"-Plakatkampagne für junge Menschen jeden Alters. Neue mach´s mit-Motive können selbst entworfen und eingesandt werden. Nach der Userauswertung warten attraktive Preise auf die Gewinner/innen. Außerdem Informationen zu Safer Sex und Kondomen, aktuelle Events, Aids-Ausstellungen und auch Spiele.

check dein risiko
Auf dieser Seite steht Ihnen ein fachlich fundierter Selbst-Test zum Risiko bezüglich sexuell übertragbarer Infektionen mit individueller Auswertung zur Verfügung - angelegt für unterschiedlichste Menschen mit verschiedenen Lebensweisen.
Sie können einen Wissens-Test machen, vor allem aber Ihre persönlichen Risiko-Einstellungen analysieren und Ihr eigenes Verhalten überprüfen. Sie erhalten Ihre individuelle Rückmeldung, die dazu dienen soll, ggf. Ihr Wissen und Verhalten zu optimieren und Risiken zu minimieren.

aidsberatung
Die persönliche und anonyme Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu HIV/Aids, Safer Sex und allen damit zusammenhängenden Fragen können Sie sowohl telefonisch als auch online erreichen. Sie finden auch FAQ’s sowie eine aktuelle bundesweite Übersicht von Aids- und Sexualberatungsstellen vor Ort.

welt aids tag
„Die Internet-Site zum Welt-Aids-Tag 2005 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere“.
Sie bietet alle Informationen über die Gemeinschaftsaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung und stellt die vier prominenten Botschafter Christiane Paul, Regina Halmich, Boris Becker und Patrice Bouédibéla vor. Außerdem: das Aktions-Motiv, handlungsorientierte Unterstützung zur Durchführung lokale und regionale Aktionen sowie eine Plattform für bundesweite vor-Ort-Aktivitäten zum Welt-Aids-Tag. Und eine Menge Hintergrund-Informationen zu Aids, zum Welt-Aids-Tag insgesamt, links und vieles Interessante mehr.“

Reisegesundheit
Hier finden Sie Gesundheitstipps für einen unbeschwerten Urlaub. Sie bekommen ausführliche Informationen (einschließlich Checklisten) zur optimalen Vorbereitung Ihrer Reise, Hinweise darauf, was Sie auf der Reise beachten sollten und was Sie nach der Rückkehr im Falle gesundheitlicher Probleme tun können. Wir nennen Ihnen außerdem weiterführende Links und geben Informationen, wie Sie persönliche reisemedizinische Beratung bekommen können.

sportaids
Die Site präsentiert die Aktivitäten zum Thema "Aidsprävention und Sport" und wird in Kooperation mit Großen Sportverbänden als Plattform für Sport-Vereine/Verbände insbesondere im Jugendsport weiter ausgebaut. Zielgruppe sind vor allem "Multiplikatoren" wie Trainer und Trainerinnen, Betreuungspersonen und andere Verantwortliche in Sportvereinen, aber auch die Mitglieder selbst.


Bundesministerium für Gesundheit und
soziale Sicherung


Robert-Koch-Institut - Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten


Deutsche AIDS-Hilfe

Deutsche AIDS-Stiftung

Fachverband Außenwerbung

PKV

www.unaids.org

worldaidscampaign


Global Fund

www.stopaids.ch

Aids-Hilfe Österreich

Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG)

Pro Familia

Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information

www.deutsche-latex.de

Red Ribbon Deutschland

HIV.NET

www.aidsaufklaerung.de

www.dhmd.de

www.deutsches-museum.de


HIV und Aids


AIDS ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das human immunodeficiency virus (HIV) verursacht wird. Das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr. Dadurch kann der Körper nicht mehr effektiv Bakterien, Viren oder Pilze, die Krankheiten auslösen, bekämpfen. Deshalb wird man empfänglicher für Infektionen, die der Körper normalerweise problemlos bekämpfen würde und für bestimmte Krebsarten

Das Virus und die Infektion werden HIV genannt. Der Begriff AIDS (acquired immunodeficiency syndrome = Krankheitsbild der erworbenen Abwehrschwäche) wird für ein spätes Stadium der HIV-Infektion benutzt.

Am häufigsten erfolgt die Übertragung des HI-Virus durch Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person. Andere Möglichkeiten sind die Infektion durch infektiöses Blut oder durch verschmutzte Nadeln oder Spritzen. Unbehandelte Mütter können das HI-Virus während der Schwangerschaft, der Geburt oder durch das Stillen auf ihre Kinder übertragen.

Vor etwa 20 Jahren sind die ersten Fälle von AIDS bekannt geworden. Seitdem hat sich die Erkrankung zu einer globalen Epidemie entwickelt. Weltweit leben knapp 40 Millionen Menschen mit HIV, 2,2 Millionen davon sind Kinder unter 15 Jahren. Laut der World Health Organization (WHO) haben sich im Jahre 2004 etwa fünf Millionen Menschen neu mit HIV infiziert und 3,1 Millionen sind an AIDS gestorben. 510 000 der Verstorbenen waren Kinder.

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes leben in Deutschland rund 44 000 Menschen mit HIV, darunter etwa 34 000 Männer, rund 9 500 Frauen und etwa 300 Kinder. Die Zahl der Neuinfektionen liegt in diesem Jahr voraussichtlich bei 2000 und ist damit gegenüber den Vorjahren leicht gestiegen geblieben.

Die größten Auswirkungen hat die AIDS Epidemie in der Sub-Sahara Region Afrikas. Dort leben 25 Millionen Infizierte. Aber Afrika ist nicht die einzige Region, die durch AIDS verwüstet wird. Große Zunahmen werden aus den GUS Staaten und Asien berichtet.

Die Zahl der Medikamente zur Behandlung von AIDS hat sich seit 1995 verdreifacht. Die Kombination verschiedener neuer Medikamente verringert schwere Komplikationen der Erkrankung und führt zu einer Lebensverlängerung. Aber diese positiven Nachrichten werden von Berichten über Medikamentenresistenz getrübt.

Genauso beängstigend ist die zunehmende Ignoranz gegenüber AIDS in der Bevölkerung. Verschiedene Berichte aus Europa und USA zeigen ein zunehmend riskantes Verhalten bei jungen Menschen mit der Zunahme verschiedener sexuell übertragbarer Krankheiten.

Wie entsteht HIV und Aids

Normalerweise greifen weiße Blutkörperchen und Antikörper fremde Organismen, die in den Körper eingedrungen sind, an und zerstören sie. Die Immunantwort von bestimmten weißen Blutkörperchen, den T-Helfer Zellen (CD4 Lymphozyten) koordiniert. Diese CD4 Lymphozyten sind das Hauptangriffsziel der HI-Viren. Sie docken an den Zellen an und werden in die Zelle geschleust. In der Zelle integrieren die Viren ihr eigenes Erbgut in das Erbgut der Wirtszelle und benutzen sie zur Vermehrung. Nach einiger Zeit zerstören die neu produzierten Viren die Wirtszelle und werden ins Blut freigesetzt. Sofort suchen sie einen neuen CD4 Lymphozyten und der Vermehrungsprozess startet von neuem. So werden täglich mehr als zehn Milliarden neuer HI-Viren produziert. Um diesen Prozess zu stoppen, bildet der Körper täglich etwa zwei Milliarden neuer CD4 Lymphozyten. In den allermeisten Fällen gewinnen jedoch die Vieren diesen Kampf und die Zahl der CD4 Lymphozyten sinkt kontinuierlich. Dadurch entsteht eine schwere Immunschwäche und der Körper ist nicht mehr fähig, eingedrungene Erreger zu bekämpfen.

Es gibt verschiedene Wege, wie man sich mit HIV infizieren kann:

Sexueller Kontakt: Sie können sich über vaginalen, analen oder oralen Sex mit einem infizierten Partner anstecken. Das Virus ist sowohl im Samen als auch in der Scheidenflüssigkeit nachweisbar und kann über kleinste Verletzungen in den Körper dringen, die während des Sexualkontaktes entstehen. Wenn Sie bereits eine andere sexuell übertragbare Krankheit wie etwa Clamydien haben, ist die Gefahr, sich mit HIV zu infizieren viel größer. HIV wird in Europa in etwa 80 Prozent auf diesem Weg übertragen.
Übertragung durch infiziertes Blut: In einigen Fällen wurde das Virus durch infiziertes Blut und Blutprodukte, die transfundiert wurden, übertragen. Ende 1985 haben Krankhäuser und Blutbanken in Deutschland und in anderen westlichen Ländern begonnen, das Blut auf HIV Antikörper zu untersuchen. Diese Untersuchungen sowie eine verbesserte Untersuchung der Spender hat das Risiko, sich bei einer Blutübertragung zu infizieren, deutlich reduziert. Das gilt leider nicht für arme Länder der Dritten Welt.
Übertragung durch den gemeinsamen Gebrauch von Nadeln: HIV wird sehr leicht durch kontaminierte Nadeln und Spritzen übertragen. Dabei können auch andere Erkrankungen wie Hepatitis übertragen werden. Auf diesem Weg infizieren sich in Europa etwa 15 Prozent.
Übertragung durch Verletzungen: Das Risiko einer Infektion durch einen Nadelstich mit einer infizierten Nadel bei Angehörigen medizinischer Berufe ist sehr gering. Das durchschnittliche Risiko ist etwa 3 in 1000 Fällen.
Übertragung Mutter auf das Kind: Etwa ein Viertel bis ein Drittel aller unbehandelten HIV infizierten Mütter stecken ihre Kinder an. Werden diese Mütter aber bereits während der Schwangerschaft behandelt, sinkt das Infektionsrisiko um etwa zwei Drittel. Wird das Kind zusätzlich mit einem Kaiserschnitt entbunden, sinkt das Infektionsrisiko noch stärker.
Andere Übertragungsmöglichkeiten: In sehr seltenen Fällen kann das HI-Virus durch Organtransplantation oder schlecht desinfiziertes Operationsbesteck übertragen werden.
So stecken Sie sich nicht mit HIV an! Um sich anzustecken, müssen infiziertes Blut, Samen oder vaginale Flüssigkeit in Ihren Körper gelangen. Im normalen zusammenleben wie Händeschütteln, Umarmen oder Wangenküssen wird das Virus nicht übertragen. Auch auf folgendem Weg können Sie sich nicht anstecken:

Berührung mit dem Schweiß oder Tränen von HIV Infizierten Personen
Gemeinsames Benützen von Handtüchern, Geschirr, Schwimmbädern, Toilettensitzen oder Telefonen
Mücken- oder Bienenstiche
Blutspende in Westeuropäischen Ländern. Dieser Ansteckungsweg wurde aber in jüngster Zeit aus China berichtet, da die benützten Nadeln kein Einmalbesteck waren und nicht richtig desinfiziert wurden
Wer ist einem besonderen Risiko ausgesetzt? Prinzipiell ist niemand vom Risiko einer HIV-Infektion ausgeschlossen. Es gibt aber Situationen, bei denen die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist:

Ungeschützter Sex mit vielen, wechselnden Partnern (Promiskuität) unabhängig davon ob Sie hetero-, homo- oder bisexuell sind. Ungeschützter Sex bedeutet Sex ohne Kondome. Das Ansteckungsrisiko ist besonders hoch, wenn Sie an einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit wie Syphilis, Herpes genitalis, Chlamydien oder Gonorrhoe leiden.
Ungeschützter Sex mit einer infizierten Person Menschen
Gemeinsames benutzen von Spritzen bei Drogenabhängigkeit
Bluter, die vor 1985 Blutprodukte bekommen haben
Kinder einer unbehandelten, HIV-infizierten Mutter
Personen, die vor 1985 mit Bluttransfusionen behandelt wurden
Welche Symptome treten bei HIV und AIDS auf?

Die Symptome von HIV und AIDS variieren und hängen vom Stadium der Erkrankung ab. 1987 hat das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Amerika vier verschiednen Stadien definiert.

Stadium I: akute HIV-Krankheit. Bei etwa 70 bis 90 Prozent treten sechs Tage bis sechs Wochen nach der Infektion grippe-ähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Ausschlag auf. Auch wenn keine Symptome auftreten, kann der Infizierte das HI-Virus an andere weitergeben. Zu diesem Zeitpunkt ist der HIV-Test noch negativ. Erst ein bis drei Monate nach der Infektion lassen sich Antikörper im Blut nachweisen.

Stadium II: asymptomatische Infektion (Latenzphase). Häufig folgt jetzt eine symptomfreie Phase, die etwa acht bis neun Jahre dauert. Trotzdem vermehrt sich das Virus in dieser Zeit weiter und zerstört die Immunzellen. Test zeigen eine deutliche Abnahme dieser Immunzellen im Blut.

Stadium III: Lymphknotensyndrom. Etwa 40 Prozent der Infizierten leiden in dieser Zeit unter Lymphknotenschwellungen.

Stadium IV: HIV-assoziierte Erkrankungen. Dieses Stadium entwickelt sich etwa zehn Jahre nach der Infektion und wird in verschiedene Unterstadien eingeteilt. Hat ein Patient eine der folgende Symptome spricht der Arzt vom AIDS-Related-Complex:

Nachtschweiß länger als ein Monat
Durchfall länger als ein Monat
Fieber länger als ein Monat
Trockener Husten und Atemnot
Gewichtsverlust
Chronische Müdigkeit
Kommen weitere schwere Infektionen mit bestimmten Erregern wie eine Lungenentzündung mit Pneumocystis carinii oder neurologische Erkrankungen oder bestimmte Krebsarten wie das Kaposi's Sarkom dazu, spricht man vom AIDS Vollbild. Dabei ist auch die Zahl der CD4 Lymphozyten bereits unter 200 gesunken (normal ist 600 – 1000). Diese Krankheiten sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem bereits schwer geschädigt ist durch das HI-Virus.

Studien zeigen, dass eine gleichzeitige Infektion mit HIV und GB Virus C (ehemals Hepatitis G Virus genannt) zu einer langsameren Krankheitsprogression der HIV-Infektion und zu einem deutlichen Überlebensvorsprung führt. Das GB Virus C scheint die Vermehrung des HI-Virus zu stören.

Wie wird HIV oder AIDS diagnostiziert?

HIV kann durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Dabei wird das Blut auf Antikörper gegen das HI-Virus untersucht. Direkt nach eine Infektion ist der HIV Test aber noch negativ, da der Körper erst einige Zeit braucht, um Antikörper zu bilden. In der Regel dauert das etwa sechs bis zwölf Wochen, in einigen Fällen kann es aber bis zu sechs Monaten dauern.

Zuerst wird ein einfacher Suchtest durchgeführt, der sogenannte enzyme-linked immunosorbent assay (ELISA) Test. Ist dieser positiv, wird der Test wiederholt. Ist auch der zweite Test positiv, wird zur endgültigen Bestätigung ein weiterer Bluttest, der sogenannte Western Blot Test, durchgeführt. Dieser Test ist wichtig, um falsch positive Befunde auszuschließen. Nur wenn alle drei Test positiv sind, steht die Diagnose HIV positiv. Ist der HIV Test positiv ausgefallen, wird Ihr Arzt in einem weiteren Test die Menge der Viren in ihrem Blut bestimmen. Dies erlaubt ihm, eine Prognose zu stellen. Studien haben gezeigt, dass Infizierte mit einer hohen Virusbelastung eine viel schlechtere Prognose haben als Menschen mit einer geringen Virusbelastung. Die Virusmenge entscheidet auch darüber, wann eine Therapie starten soll oder wann sie geändert werden muss. Wenn Sie HIV positiv sind, sprechen Sie mit ihrem Partner oder Ihren Partner darüber. Sie sollten sich auch sofort untersuchen lassen und sich schützen.

Wie wird HIV und AIDS behandelt?

Als HIV in den achziger Jahren entdeckt wurde, gab es keine Medikamente, das Virus zu bekämpfen und nur sehr wenige, um die Komplikationen zu behandeln. Seitdem wurden viele Medikamente entwickelt sowohl für die Behandlung von HIV als auch für die Therapie von opportunistischen Infektionen. Für viele Betroffene bedeutet das eine Verlängerung des Lebens und eine Verbesserung der Lebensqualität. Aber keines der Medikamente kann AIDS heilen. Außerdem haben die Medikamente viele Nebenwirkungen. Mittlerweile wurden Leitlinien zur Behandlung von HIV entwickelt. Nach momentanem wissenschaftlichen Stand sollte die Therapie die Virusmenge im Blut so weit wie möglich senken. Diese aggressive Therapie wird "highly active antiretroviral therapy" (HAART) genannt. Das Ziel wird durch eine Kombination von drei oder mehr Medikamenten erreicht. Wichtig ist aber auch die Lebensqualität. So ist die beste AIDS-Behandlung eine Gradwanderung zwischen einer hohen Behandlungsdosis und einem noch erträglichen Maß an Nebenwirkungen. Medikamente, die das Wachstum und die Vermehrung des HI Virus in verschiedenen Lebensphasen verhindern, nennt man antiretrovirale Therapie. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Medikamentenklassen:

Nukleosidanaloge Reverse Transkriptase Hemmer (NRTIs). NRTIs waren die ersten Medikamente, die entwickelt wurden. Sie verhindern die Vermehrung des HIV Enzyms Reverse Transkriptase. Die Hauptnebenwirkung ist eine Störung der Blutbildung im Knochenmark. So kann die Zahl der weißen und roten Blutkörperchen im Blut erniedrigt sein.
Nicht Nukleosidanaloge Reverse Transkriptase Hemmer (NNRTIs). Diese Medikamente binden direkt an das Enzym Reverse Transkriptase. Die Hauptnebenwirkung ist Ausschlag.
Protease Hemmer (PIs). Pis verhindern die Vermehrung des HI-Virus in einer späteren Phase des Lebenszyklus. Sie behindern ein Enzym, das HIV Protease heißt. Das führt dazu, dass die HI Viren nicht mehr infektiös sind. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall und andere Probleme des Magen-Darm-Trakts. PIs können auch mit verschiednen anderen Medikamenten interagieren, daher sollten Sie immer erst mit ihrem Arzt sprechen, bevor Sie andere Medikamente nehmen. Weitere Nebenwirkungen sind erhöhte Triglyzeridwerte und Veränderungen des Zuckerhaushaltes, die zu Diabetes führen können. Manche Menschen bekommen Probleme mit der Fettverteilung im Körper. Einige verlieren einen Großteil des Körperfettes, andere lagern Fett vor allem im Bereich der Schultern und des Nackens an. Warum es zu dieser Umverteilung kommt, ist unklar.
Fusions Hemmer. Weltweit werden HI Viren gefunden, die gegen das gängige Therapieregime resistent geworden sind. Bei vielen Betroffenen wird eine Resistenz gegenüber wenigstens einem Medikament gefunden und bei einige zeigt die Dreier-Kombination keinen Effekt. Ein Medikament, das Enfuvirtide (T20) enthält, ist eine neue Substanzgruppe. Diese werden Fusions Inhibitoren genannt. Sie hindern das Virus daran, in eine gesunde Zelle zu gelangen, indem sie die Verschmelzung der Virusmembran mit der Zellmembran verhindern. So hindern diese Medikamente das Virus, sich weiter zu vermehren. Der Wirkstoff muss unter die Haut gespritzt werden
In Studien wird eine neue Substanzgruppe getestet. Die sogenannten CCR5-Antagonisten verhindern das Eindringen der HI Viren in die Immunzellen.

Der Therapieerfolg wird durch die Bestimmung der Virusmenge im Blut kontrolliert. Diese Kontrolle sollte zu Beginn der Therapie und dann etwa alle drei bis vier Monate erfolgen.

Im Frühjahr 2004 startet die erste klinische HIV-Impfstoffstudie in Deutschland. Studien eines anderen HIV-Impfstoffs gab es bislang in Thailand, den USA und den Niederlanden. Leider war dieser Versuch nicht erfolgreich.

Komplikationen

HIV Infektionen schwächen das Immunsystem. Dadurch werden Sie anfälliger für Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Erkrankungen mit Erregern, die einen gesunden Menschen nicht krank machen würden, werden als opportunistische Infektionen bezeichnet. AIDS manifestiert sich in 80 Prozent der Fälle durch diese Infektionen. Außerdem sind HIV Infizierte anfälliger für bestimmte Krebsarten. Die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten hat die Zahl der opportunistische Infektionen deutlich reduziert.

Bakterielle Infektionen

Atypische Mykobakterien, insbesondere Mykobakterium avium. Diese Infektion wird von einer Gruppe von Bakterien ausgelöst und wird deshalb auch oft als Mykobakterium avium Komplex genannt. Normalerweise befallen diese Erreger nur die Atemwege. Bei einer fortgeschrittenen Infektion und einer reduzierten CD4 Lymphozytenzahl (unter 50 - 100) können die Bakterien aber alle Organe inkl. Knochenmark befallen. Das führt zu Symptomen wie Fieber, Gewichtsverlust, Magenschmerzen und Durchfall.
Tuberkulose (TB). Weltweit ist die Tuberkulose die häufigste Erkrankung, die mit einer HIV Infektion assoziiert ist. Etwa 15 Prozent der Todesfälle bei AIDS werden durch TB verursacht. Alle HIV positiven Menschen sollten auch einen Tuberkulose Hauttest oder eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchführen lassen. Sind Sie mit Tuberkulose infiziert und ist die Erkrankung nicht aktiv, sollten Sie sich trotzdem behandeln lassen. Tuberkulose ist gefährlicher als viele opportunistische Infektionen, da sie auch auf nicht HIV-Infizierte übertragen werden kann. TB wird durch Husten oder Niesen übertragen. Tb befällt vor allem die Lunge, bei HIV-Infizierten auch viele andere Organe. Sie befällt auch Personen mit einem hohen CD4 Lymphozyten Spiegel. So kann die Tb auch auftreten, bevor andere HIV assoziierte Erkrankungen auftreten. Besonders gefährlich ist die Tb, da immer wieder Erreger auftauchen, die gegen die gängige Antibiotika Kombination resistent sind. Diese nennt man Multidrug-resistant tuberculosis (MDR-TB)

Virale Infektionen

Cytomegalievirus (CMV). Dieses Herpesvirus wird normalerweise über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Blut oder Samen übertragen. Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eine Infektion durchgemacht und trägt das Virus in sich. Ist das Immunsystem gesund, macht es keine Krankheitssymptome. Bei geschwächtem Immunsystem befällt und schädigt das Virus verschiednen Organe. Besonders gefürchtet ist der Befall der Netzhaut (CMV Retinits), da er ohne Behandlung zur Erblindung führt und die Infektion des Gehirns durch CMV.
Virale Hepatitis. Hepatitis B und C werden auf dem gleichen Wege übertragen wie HIV. Bei einer gleichzeitigen Infektion von Hepatitis und HIV, schreitet die HIV Erkrankung schneller voran. Die HIV Medikamente können zusätzlich zu einer Belastung der Leber führen.
Herpes simplex virus (HSV). Herpesinfektionen befallen, je nach Virenart, die Haut im Gesichtsbereich oder im Genitalbereich. Normalerweise heilen sie nach einiger Zeit ab, können aber immer wieder auftreten. Bei Menschen, die HIV positiv sind, ist der Hautbefall schwerer und heilt langsamer. Außerdem können systemische Infektionen auftreten, die alle Organe befallen. Dies kann bei Kleinkinder zu lebensbedrohlichen Infektionen führen.
JC Virus - progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML). PML ist eine sehr schwere Infektion des Gehirns. Diese Erkrankung tritt dann auf, wenn das Immunsystem sehr geschädigt ist. Die Symptome sind Sprachstörungen, Halbseitenschwäche, Blindheit oder Sensibilitätsverlust.
Infektionen durch Pilze

Candida-Infektion. Candida Infektionen sind häufig bei HIV positiven Personen. Dieser Pilz führt zu einer Entzündung und zu einem dicken weißen Belag der Schleimhäute im Mund, der Zunge, der Speiseröhre oder der Scheide. Das führt zu Schluckbeschweren und Brennen hinter dem Brustbein. Insbesondere Kinder können schwere Symptome haben, die Essen und Trinke sehr schwierig machen.
Kryptokokkus Meningitis. Meningitis ist eine Gehirnhautentzündung. Die Kryptokokkus Meningitis wird durch eine Pilz verursacht, der in der Erde zu finden ist, und ist die häufigste Infektion des zentralen Nervensystem bei Personen mit HIV. Symptome sind Kopfschmerzen, hohes Fieber, Nackensteifigkeit und Lichtempfindlichkeit. Die Kryptokokkus Meningitis kann erfolgreich behandelt werden, aber die Behandlung muss frühzeitig erfolgen. Nach einer durchgemachten Infektion müssen längere Zeit Medikamente genommen werden, um eine erneute Erkrankung zu verhindern.

Infektion durch Parasiten

Pneumocystis carinii Pneumonie (PCP). Das ist die häufigste opportunistische Infektion bei AIDS Patienten. 85 Prozent der AIDS Patienten bekommen eine Lungenentzündung durch diesen Erreger, bei 50 Prozent ist es das erste Zeichen einer AIDS Erkrankung. PCP befällt die Lunge. Symptome sind Husten, Fieber und Atemnot. PCP ist die führende Todesursache bei Kindern mit HIV. Durch die neuen antiretroviralen Medikamente konnte das Immunsystem vieler Betroffener so gestärkt werden, das die Zahl der schwere PCP Erkrankungen gesenkt werden konnte
Toxoplasmose. Toxoplasmose ist die häufigste Ursache von Gehirnschäden bei HIV-Erkrankten. Toxoplasma gondii ist ein Parasit, der durch Katzen übertragen wird. Bei gesunden Personen führt eine Infektion selten zu Symptomen. Bei Patienten mit AIDS führt die Infektion zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis). Typische Symptome sind Desorientierung, Anfälle, Sprachstörungen und Bewegungsstörungen.
Kryptosporidiose. Diese Infektion wird durch Parasiten ausgelöst, die normalerweise im Darm von Tieren leben. Die Infektion erfolgt über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel. Der Parasit vermehrt sich im Darm und in den Gallengängen. Typische Symptome sind schwerer, chronischer Durchfall.
Krebs

Kaposi Sarkom. Das Kaposi Sarkom ist ein Tumor der Gefäßwand. Es ist die häufigste Krebsform bei HIV positiven Personen, vor allem bei schwulen und bisexuellen Männern. Bei nicht infizierten Personen ist diese Krebsform extrem selten. Es fängt meistens an als rötliche oder purpurfarbene Flecken auf der Haut oder im Mund. Kaposi Sarkome können aber auch innere Organe wie den Magen-Darm-Trakt oder die Lunge befallen. Kleine Hautveränderungen können mit flüssigem Stickstoff, Bestrahlung oder lokaler Chemotherapie behandelt werden. Ist der Tumor ausgebreitet, muss eine systemische Chemotherapie durchgeführt werden.
Non-Hodgkin Lymphome. Dieser Krebs entsteht aus Lymphozyten, einer speziellen Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Meistens beginnt der Krebs in den Lymphknoten und breitet sich in andere Organe aus. Frühe Symptome sind schmerzlose Schwellungen der Lymphknoten am Hals oder in den Achseln.
Weitere Komplikationen

1980 wurde das sogenannte "wasting syndrom" als Komplikation von AIDS entdeckt. Dabei verliert der Betroffene mehr als zehn Prozent seines Körpergewichts. Weitere Symptome sind Durchfall, chronische Müdigkeit und Fieber.

Das sollten Sie beachten

Die medikamentöse Therapie ist die Basis der AIDS Therapie. Trotzdem sollte auch Sie aktiv werden. Hier einige Dinge, die Sie beachten sollten:

Suchen Sie sich einen Arzt, der AIDS-Spezialist ist und der Ihnen sympathisch ist. Sie werden lange Zeit von diesem Arzt behandelt werden
Halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes. Auch wenn Sie viele Medikamente über den Tag verteilt einnehmen müssen, ist es wichtig, einen genauen Zeitplan einzuhalten. Wenn Sie die Medikamente nicht vertragen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Setzen Sie die Therapie nicht einfach ab oder reduzieren Sie nicht die Dosis.
Lassen Sie sich impfen. So können Sie die Grippe oder Lungenentzündungen vermeiden. Rauchen Sie nicht und nehmen Sie keine Drogen. Das würde Ihren Körper schwächen.
Ernähren Sie sich gesund. Essen Sie viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte. Dadurch können Sie nicht nur Ihr Immunsystem stärken, sondern Sie fühlen sich auch besser. Wenn Sie Probleme mit dem Magendarm-Trakt haben, sprechen Sie mit einer Ernährungsberaterin.
Vermeiden Sie Lebensmittel, die Erreger enthalten können. Dazu gehören nicht pasteurisierte Milchprodukte, rohe Eier, Austern, rohen Fisch oder rohes Fleisch.
Bewegen Sie sich regelmäßig. Dadurch wird nicht nur Ihr Körper fitter, sondern Sie können auch Depressionen, die häufig bei HIV-infizierten Personen auftreten, teilweise vorbeugen.
Schlafen Sie ausreichend. Das stärkt Ihr Immunsystem
Seinen Sie vorsichtig mit Haustieren. Waschen Sie immer ihre Hände, nachdem Sie Tiere gestreichelt haben und tragen Sie Handschuhe, wenn sie das Katzenklo oder einen Nagetierstall reinigen müssen.
Entspannen Sie sich regelmäßig. Jede Art der Entspannung wie Muskelrelaxation oder autogenes Training ist gut für Ihr Immunsystem.
Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Mahlzeiten zubereiten oder Essen.
Gerissene oder abgerutschte Kondome: HIV-Infizierte und deren Partner sollten für solche Fälle mit der so genannten HIV-Postexpositionsprophylaxe (HIV-PEP) vertraut sein. Das ist eine mehrwöchige Chemotherapie mit Medikamenten, die gegen HIV gerichtet sind. Sie hat die bestmögliche Wirkung, wenn sie innerhalb von zwei Stunden nach dem Risikokontakt begonnen wird. Je mehr Stunden vergehen, desto geringer ist die Chance, dass die HIV-PEP wirkt.
Hinweis: Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Oralsex und Infektionsrisiko

Oralsex ist eine ausgesprochen beliebte Variante beim Liebesspiel und wird sowohl von heterosexuellen als auch homosexuellen Paaren gerne praktiziert. Der Kontakt erfolgt dabei entweder oral-genital oder oral-anal. Wie hoch nun das potenzielle Risiko einer Infektion mit HIV oder anderen Erregern in Zusammenhang mit Oralverkehr ist, darüber wird häufig gerätselt. Man sollte sich diesbezüglich jedoch nicht auf Spekulationen, sondern nur auf fundierte Informationen verlassen. Der folgende Text soll dabei helfen, das individuelle Risiko besser einschätzen zu können.

Die Bedeutung, die dem Oralsex im Liebesleben zukommt, führen folgende Zahlen deutlich vor Augen: In einer englischen Studie wurde festgestellt, dass 66 Prozent der Frauen und 73 Prozent der Männer mit Cunnilingus - dem oralen Kontakt mit dem weiblichen Genitale - Erfahrungen aufweisen. Mit Fellatio - dem oralen Kontakt mit dem männlichen Genitale - haben 69 Prozent der Männer und 64 Prozent der Frauen Erfahrungen. Die Varianten des oralen Liebesspiels erfreuen sich in den letzten Jahrzehnten zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt deshalb, weil sie im Vergleich zum Geschlechtsverkehr als "sicherer" eingeschätzt werden. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine weniger riskante Praktik - verglichen mit "normalem" Geschlechtsverkehr oder Analsex. Ein geringeres Risiko bedeutet jedoch nicht KEIN RISIKO! Sehr wohl können über den oralen Kontakt HI-Viren und zahlreiche andere Krankheitserreger übertragen werden.

Viren

AIDS/HIV

Durch das Human Immunodeficiency Virus (HIV) kommt es zu einer fortschreitenden Schädigung des Immunsystems. Diese führt infolge zu chronischen Infektionen und Organschäden bzw. Krebserkrankungen und letztendlich zum Tod. In den späteren Krankheitsstadien wird nicht mehr von HIV-Infektion gesprochen, sondern von AIDS. Bekanntlich ist das Risiko einer HIV-Übertragung bei ungeschütztem vaginalem Geschlechtsverkehr sehr hoch, noch riskanter ist diesbezüglich der ungeschützte Analverkehr. HI-Viren sind in der Samenflüssigkeit, im Blut und in einem geringeren Ausmaß auch im Speichel enthalten.

Folgende Faktoren können das Übertragungsrisiko erhöhen:

Rezeptiver (empfangender) Part: Jener Partner, der den Penis in den Mund nimmt, trägt ein höheres Risiko
Schlechte Mundhygiene: Pilzinfektionen, Zahnfleischerkrankungen, die kleine Wunden in der Mundhöhle verursachen, begünstigen eine Infektion
Geschwüre, kleine Wunden am Penis oder Blut im Samen
Samenerguss im Mund und längere Verweildauer des Ejakulats im Mund (es kann nicht sofort ausgespuckt bzw. geschluckt werden).
Zahlreiche Studien berichten über die Möglichkeit einer HIV-Übertragung unter homosexuellen Männern, die beinahe ausschließlich Oralverkehr praktizierten und bei denen es fast nie zu einer analen Penetration kam. In der Literatur wird auch zumindest ein Fall angeführt, wo die Übertragung von Frau zu Frau erfolgte. Bei heterosexuellen Paaren ist das Ansteckungsrisiko der Frau wesentlich höher als das des Mannes. Die Risikoeinschätzung bezieht sich jedoch auf alle Formen des sexuellen Kontakts. Da nur wenige Paare ausschließlich Oralverkehr praktizieren, ist es schwierig das orale Infektionsrisiko exakt zu bestimmen. Unter Berücksichtigung des Übertragungsweges kann man jedoch davon ausgehen, dass der empfangende Partner - also jener, der den Penis in den Mund nimmt - grundsätzlich ein höheres Risiko trägt. Kommt es im Mund zum Samenerguss, wird dadurch - speziell bei schlechter Mundhygiene - das Risiko noch weiter gesteigert. Aus der wissenschaftlichen Literatur geht zudem hervor, dass es auch ohne Ejakulation zu einer HIV-Übertragung durch Oralverkehr kommen kann.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine verbreitete virale Infektionskrankheit. Im Normalfall ist sie nicht weiter gefährlich, auch wenn sich die Betroffenen meist sehr krank fühlen. Das Hepatitis-A-Virus ist im Kot in hohen Konzentrationen nachweisbar und daher auch auf der scheinbar "sauberen" Haut im Analbereich von Infizierten vorhanden. Die Übertragung kann durch oral-analen Kontakt erfolgen. In der Literatur wird von mehreren epidemischen Ausbrüchen von Hepatitis A unter Homosexuellen berichtet. Doch kann man davon ausgehen, dass Heterosexuelle, die oral-analen Kontakt praktizieren, in etwa ein gleich hohes Risiko aufweisen wie Homosexuelle.

Hepatitis B

Bei der Hepatitis B handelt es sich um eine Virus-Infektion, die unter Menschen mit einer vorangegangenen sexuell übertragbaren Erkrankung bzw. unter Drogensüchtigen häufiger auftritt als in der Allgemeinbevölkerung. Die Hepatitis B kann zu einer sehr schweren Lebererkrankung mit fatalen Folgen bzw. zu einer chronischen Schädigung des Organs führen. Die häufigsten Übertragungswege sind: Kontakt mit infiziertem Blut, Nadelstichverletzungen, "Needle Sharing" (gemeinsames Benutzen der Nadel von Drogensüchtigen) und durch infizierte Blutprodukte (Blutkonserven etc.). Die Viren finden sich in Blut, Samenflüssigkeit, Stuhl und Speichel. Es gibt eindeutige Beweise dafür, dass das Virus beim vaginalen und analen Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Unklar ist bislang jedoch, ob dies auch beim Oralsex möglich ist. Theoretisch besteht jedoch ein gewisses Risiko.

Hepatitis C

Die Hepatitis C ist eine virale Erkrankung, die auf ähnlichem Weg übertragen wird wie die Hepatitis B. Sie ist unter Drogenabhängigen weit verbreitet. In einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß erfolgte früher eine Infektion auch durch Blutprodukte - vor allem durch Transfusionen. Auf Grund der verbesserten Screening-Methoden bei Blutprodukten sollten diese heutzutage aber keinen Übertragungsweg mehr darstellen. Der Infektionsweg über sexuelle Kontakte ist ausgesprochen selten, so dass man auch beim Oralsex weniger bedenken haben muss.

Herpes-simplex-Virus (HSV)

Eine HSV-Infektion ist die häufigste Ursache für eine Geschwürbildung im Genitalbereich. Früher war diese ausschließlich auf das Herpesvirus vom Typ 2 zurückzuführen, in den letzten Jahren werden genitale HSV-Infektionen jedoch zunehmend durch das Typ-1-Virus ausgelöst. Dieser Typ wurde früher in erster Linie mit Herpes labialis (Lippenherpes oder "Fieberblase") in Verbindung gebracht. Genital-Herpes äußerst sich durch kleine Bläschen auf Penis, Vulva oder anderen Stellen des weiblichen Genitaltrakts, die sich rasch zu kleinen, sehr schmerzhaften Geschwüren umbilden. Der Erstkontakt mit dem Virus führt meist zu einer fieberhaften Erkrankung, mitunter sind auch schwere Verläufe möglich. Die Infektion tritt in Abhängigkeit von der Immunabwehr immer wieder auf, verläuft dann jedoch häufig eher leicht. Darüber hinaus kann eine HSV-Infektion zu Pharyngitis führen. Dabei handelt es sich um eine Halsentzündung bei der es zu ähnlicher Geschwürbildung kommt. Herpes-Viren sind extrem ansteckend und werden häufig sexuell übertragen, in erster Linie erfolgt dies durch Geschlechtsverkehr, aber auch beim Oralsex ist eine Ansteckung möglich. Die Viren verbreiten sich am besten, wenn Geschwüre (Fieberblasen oder genitale Läsionen) vorhanden sind. Sind keine Geschwüre sichtbar, ist das Infektionsrisiko hingegen sehr gering.

Humanes Papilloma-Virus (HPV)

Als Folge einer Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus kommt es bei Frauen und Männern zur Bildung von Genitalwarzen. Die Übertragung erfolgt durch sexuellen Kontakt. Bei Männern sind die Warzen meist besser zu sehen, bei Frauen hingegen gestaltet sich die Blick-Diagnose für den Arzt mitunter sehr schwierig, da sich die Warzen häufig auf dem Gebärmutterhals (Zervix) und in der Vagina befinden. Die Warzen können jedoch auch im Analbereich auftreten, vor allem dann, wenn Anal- bzw. Oral-Anal-Verkehr praktiziert wird. Selten kommen die Warzen in Mund und Rachen vor. Es ist wichtig, eine HPV-Infektion frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln, da einige Virus-Untergruppen eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Entstehung bestimmter Krebsarten spielen können (Gebärmutterhalskrebs, Peniskarzinom etc.). Die Viren werden von der Warzenoberfläche weitergegeben, daher stellt jeder direkte körperliche Kontakt einen möglichen Übertragungsweg dar. Obwohl es bislang noch keinen eindeutigen Beleg dafür gibt, dass die Viren auch bei Oralsex übertragen werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies der Fall sein könnte, doch sehr hoch.

Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Molluscum contagiosum ist eine weit verbreitete ansteckende virale Erkrankung der Haut. Nach einer Inkubationszeit von 17 Tagen bis 20 Monaten bilden sich perlartig-mattglänzende, milchweiße bis rötliche, etwa reiskorngroße, weiche Knötchen mit zentraler Eindellung (so genannte Dellwarzen). Auf Druck kommt es zur Entleerung einer rahmartig-teigigen Masse. Diese Knötchen können auf Fußsohlen, Handtellern, Gesicht, Hals und den Geschlechtsteilen auftreten. Der Großteil der Infektionen erfolgt durch den Kontakt im Alltag (häufig in Schwimmbädern). Vor allem Kinder sind betroffen. Es gibt jedoch Hinweise, dass eine Übertragung auch beim oral-genitalen Verkehr auf den empfangenden Partner möglich ist.

Bakterien

Chlamydien-Infektionen

Infektionen mit Chlamydia trachomatis verursachen bei Männern eine Harnröhren-Entzündung (Urethritis). Bei Frauen kommt es zu aufsteigenden Entzündungen des kleinen Beckens, mit der Gefahr, dass dies in manchen Fällen sogar bis zur Unfruchtbarkeit führen kann. Die Keime sind zudem im Rachenraum von Männern und Frauen festzustellen. Ein Zusammenhang zwischen Fellatio und Chlamydien-Infektion konnte bereits nachgewiesen werden. Dies lässt den Schluss zu, dass zumindest eine Übertragung vom Mann auf die Frau durch Oralkontakt möglich ist.

Tripper (Gonorrhoe)

Tripper zählt zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (Sexually Transmitted Diseases, STD) und wird durch das Bakterium Neisseria gonorrhoe verursacht. Bei Männern kommt es zu Ausfluss und Problemen beim Wasserlassen. Bei weiblichen Betroffenen äußert sich die Infektion ebenfalls durch Ausfluss sowie durch Schmerzen im Unterleib bzw. sind aufsteigende Infektionen möglich. Es müssen jedoch nicht immer Symptome auftreten - bei fast 70 Prozent der Frauen verläuft eine Gonorrhoe symptomlos. Die Übertragung erfolgt normalerweise über vaginalen oder analen Verkehr, aber auch eine orale Übertragung ist möglich. Diese führt zu einer Gonorrhoe des Mundrachenraums, die in den meisten Fällen keine Beschwerden verursacht. Nur bei rund 15 Prozent der Betroffenen treten Halsschmerzen auf. Die Gonorrhoe ist sehr ansteckend!

Syphilis

Beim oral-genitalen Kontakt besteht ein Ansteckungsrisiko, das sich in seiner Höhe jedoch nicht genau bestimmen lässt. Männer und Frauen entwickeln im Mund syphilitische Geschwüre und Schanker, die den Erreger der Syphilis - das Bakterium Treponema pallidum - ausschütten.

Pilze

Mundsoor

Mundsoor wird durch den Hefepilz Candida albicans verursacht. Beinahe 50 Prozent der Bevölkerung sind von diesem Pilz befallen - vornehmlich im Mund, Magen-Darm-Trakt, an den Schleimhäuten und der Haut. Symptome treten dabei nicht auf. Candida albicans kann jedoch auch zu Infektionen und Entzündungen im Mund, an der Vulva, Vagina, Eichel und Vorhaut führen. Diese äußern sich in erster Linie durch einen grauweißen, bröckeligen Ausfluss (im Aussehen ähnlich dem Hüttenkäse). Begünstigende Faktoren sind Verletzungen der Haut bzw. der Schleimhäute, eventuell die Einnahme oraler Verhütungsmittel (Pille) und Diabetes.

Würmer

Fadenwürmer - wahrscheinlich auch andere Würmer- können beim oral-anal Kontakt übertragen werden, bzw. wenn Fellatio direkt nach dem Analverkehr, also ohne vorangegangene Reinigung des Gliedes, durchgeführt wird.

Wie kann man das Infektionsrisiko senken?

Im Folgenden geht es darum, eine Reduktion des oralen Infektionsrisikos zu erreichen, und nicht um eine vollständige Beseitigung desselben, denn: Die einzige Maßnahme, durch die eine Infektion über Oralsex hundertprozentig verhindert werden kann, ist der Verzicht auf diese Variante des Liebesspiels. Da es sich jedoch bei Oralverkehr um eine sehr beliebte Sexualpraktik handelt, würde eine derartige Vorbeugemaßnahme schon im Ansatz an der praktischen Umsetzung scheitern. Zudem ist das Übertragungsrisiko bei Oralsex offensichtlich doch geringer als bei analem bzw. vaginalem Geschlechtsverkehr. Eine beschränkte Anzahl von Sexualpartnern und eine Lebenssituation, in der man nicht auf "Gelegenheits-Sex" mit mehr oder weniger unbekannten Partnern "angewiesen" ist, tragen wesentlich zur Reduzierung des Infektionsrisikos bei. Bevor man sich irgendwelchen Abenteuern hingibt, sollte man immer in Betracht ziehen, dass der Bettgenosse möglicherweise andere Sexualpartner hat oder hatte, deren Infektionsstatus aber zumeist im Dunklen bleibt.

Aber auch wenn man partnerschaftliches Neuland betritt, lässt sich Oralsex durchaus genießen - bei entsprechenden Schutzmaßnahmen. Im Fall von Fellatio gibt es eine Vielzahl an Kondomen unterschiedlicher Geschmacks- und Geruchsrichtungen - von Erdbeere über Banane bis hin zu Pfefferminz. Für die orale Befriedigung der Frau bzw. beim oral-anal Kontakt können Latex-Folien - so genannte "Dental Dams" - zur Anwendung kommen. Diese 25 x 15 cm großen, sehr dünnen Tücher sind leicht parfümiert und in Apotheken bzw. Sex-Shops erhältlich. Sie haben sich allerdings nicht für die sexuelle Routine durchgesetzt. Im Notfall kann man sich auch mit einem der Länge nach aufgeschnittenen Kondom behelfen.

Auch bei Verwendung von Kondomen bzw. "Dental Dams" ist es besonders wichtig, auf eine gute Oralhygiene zu achten. Im Fall, dass kleine Verletzungen, Wunden oder Geschwüre im Mund bzw. am Zahnfleisch oder an den Genitalien bestehen, sollte auf Oralverkehr nach Möglichkeit verzichtet werden. Gelangt Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret in den Mund, sollte dieses umgehend ausgespuckt bzw. sofort geschluckt werden. Keinesfalls darf man es im Mund belassen, da dieses wahrscheinlich einen der wichtigsten Übertragungswege darstellt. Je länger daher Sperma bzw. Vaginalsekret in der Mundhöhle verweilen, um so höher ist das Infektionsrisiko.

Bei Verdacht auf Vorliegen einer sexuell übertragbaren Krankheit bzw. bei bestehendem Infektionsrisiko, ist es wichtig, umgehend medizinische Beratung in Anspruch zu nehmen. Für die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten - inklusive HIV - gibt es effektive Therapien oder Vorbeugemaßnahmen, bzw. besteht bei einigen die Möglichkeit einer Impfung (z. B. Hepatitis A oder Hepatitis B). Eine frühzeitige Behandlung ist nicht nur für die eigene Gesundheit entscheidend, sondern trägt auch entscheidend zum Schutz des Partners bei.

Hinweis: Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.




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SPENDEN:
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Songs against Aids
Eine Initiative von Chansonier Tim Fischer,
Verwendungszweck: z. B. Medikamente und Unterstützung des Island Hospice in Simbabwe.
one world – one hope gem. e.V.
Konto-Nr.: 8038 441 001
BLZ: 430 609 677
GLS Gemeinschaftsbank eG
Stichwort: Afrika
www.songs-against-aids.de
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Berliner Aids-Hilfe
Verwendungszweck: z. B. Überbrückungshilfe für Betroffene, Frühstücke und Krankenreisen
Berliner Aids-Hilfe
Konto-Nr.: 31 32 205
BLZ 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
www.berlin.aidshilfe.de
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Deutsche Aids-Stiftung
Verwendungszweck: Unterstützung für Betroffene in Deutschland und weltweit
Deutsche Aids-Stiftung
Konto-Nr.: 400
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
www.aids-stiftung.de
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Unicef
Verwendungszweck: z. B. Hilfe für Waisen
Unicef
Konto-Nr.: 300000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
www.unicef.de
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SCHLECHTE NACHRICHTEN - GUTE VORAUSSICHTEN !!

73,8 % der Männer verzichten auf Kondome, weil sie beim Sex stören

Singen (ots) – 30.11.2005/ Warum empfinden viele Männer Kondome als lästiges Übel? Dieser Frage gingen in einer repräsentativen Umfrage die Kondomberater von Vinico (www.kondomberater.de) anlässlich des Welt-Aids-Tages nach. Gerade vor dem Hintergrund steigender HIV / AIDS-Raten ist die "Kondommüdigkeit" unverständlich.

Als besonders störend wird von 35,5% der Befragten der Gefühlsverlust mit Kondomen empfunden. 20,4% gaben an, die Präservative seien zu eng. Mit dem Abrutschen der Kondome haben 14,8% Probleme. "Die Ergebnisse beweisen, dass Kondome in der falschen Größe verwendet wurden", interpretiert der Untersuchungsleiter Jan Vinzenz Krause die Resultate.

Der Zeitaufwand für das Auspacken und Überziehen ist für 13,9% ein Grund, auf Kondome zu verzichten.11,4% entschieden sich wegen des unangenehmen Latexgeruchs gegen Kondome.

Gegen diese beiden Einwände gibt es heutzutage keine Argumente mehr. Kondome mit Abroll-Lasche ermöglichen das Überstreifen über den Penis in weniger als einer Sekunde und Qualitäts-Kondome riechen nicht mehr nach Latex.

Berechtigt ist der Einwand bezüglich der Kondomgröße. Wer Kondome im Drogeriemarkt oder in der Apotheke erwerben möchte, findet auf der Verpackung nur wenige Informationen über Länge und Breite der Kondome. Auch eine kompetente Beratung ist selten. "Meistens empfehlen die Verkäufer eine bestimmte Kondommarke, die jedoch häufig nicht zum Penis passt.", weiß Jan Vinzenz Krause aus eigener Erfahrung.

Bei Schuhen oder Reifen sind Größenangaben selbstverständlich und werden danach ausgewählt. Bei Kondomen nicht. Das führt nach Ansicht der Kondomberater dazu, dass Präservative nur ungern verwendet werden. Wer Kondome benutzt, sollte auf die richtige Kondomgröße achten.

Auf der Webseite www.kondomberater.de erhalten alle, die das passende Kondom noch nicht gefunden haben, kompetente Hilfe. Die Seite stellt zahlreiche Informationen über Kondome zur Verfügung und ein virtueller Kondomberater berät bei der Wahl des optimalen Kondoms.

Quelle: Vinico - World of Condoms



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