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Transen-Abgeordnete: "WC-Apartheid"

05.05.2006

QUEER berichtet:
Rom - Die erste "übergeschlechtliche" Abgeordnete Europas, die italienische Kommunistin Luxuria alias Wladimiro Guadagno, hat sich gegen eine "Toiletten-Apartheid" im italienischen Parlament ausgesprochen. Lucio Barani, ein neu gewählter Abgeordneter von Berlusconis unterlegenem Wahlblock, hatte vorgeschlagen, eine dritten Toilette für transsexuelle Abgeordnete einzuführen. "Ich habe nicht erwartet, dass das politische Niveau so tief sein würde", erklärte die 40-jährige Luxuria im Interview mit der Tageszeitung "Corriere della Sera". "Das ist eine Art Apartheid namens Urin-Segregation. Ich will aber kein Privileg, eine Toilette für mich alleine zu haben." Sie sagte, das Leben für Transsexuelle sei schwierig genug auch ohne diskriminierende Einwürfe. Luxuria war bei den italienischen Parlamentswahlen als römische Spitzenkandidatin der kommunistischen Partei ins Rennen gegangen und hat sich auf Anhieb einen Sitz gesichert (queer.de berichtete ). Sie war schon im Wahlkampf von rechtsgerichteten Politikern heftig attackiert worden. So sagte ihr die faschistische Europa-Abgeordnete Alessandra Mussolini in einer Talkshow, es sei besser, ein Faschist zu sein als eine "Schwuchtel" (queer.de berichtete ). (dk)




LSVD berichtet:
Grundwerte der Verfassung: Die Anerkennung von Homosexuellen gehört dazu
Zur Einigung der Innenministerkonferenz über die Vereinheitlichung der verpflichtenden Integrationskurse für die Einbürgerung erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (
LSVD ):
Wer den Anspruch erhebt, in den Integrationskursen die Grundwerte der Verfassung zu vermitteln, darf die Anerkennung der Pluralität von Lebensentwürfen nicht vergessen. Art. 2 des Grundgesetzes garantiert die freie Entfaltung der Persönlichkeit, damit auch das Selbstbestimmungsrecht von Lesben und Schwulen. Deshalb müssen Themen wie der Respekt für verschiedene Lebensweisen sowie die Lebensrealität von Lesben und Schwulen integraler Bestandteil von Sprach- und Integrationskursen werden.
Integrationskurse bieten eine hervorragende Möglichkeit, Grundwerte wie Pluralismus, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, Lesben und Schwulen und das Diskriminierungsverbot der Verfassung zu vermitteln. Vorschläge zur Gestaltung der Lehrpläne und Angebote zur Qualifizierung des Lehrpersonals sind bereits im Rahmen von Projekten des Lesben- und Schwulenverbandes (
LSVD ) entwickelt worden.
Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Als Bürgerrechtsverband streitet der LSVD für eine Kultur des Respekts gegenüber Lesben und Schwulen. Wir engagieren uns für Gleichberechtigung und vertreten die Interessen unserer Mitglieder mit Migrationshintergrund. Wir kämpfen gegen Fremden- und gegen Homosexuellenfeindlichkeit.


_____________________________________

ich Frage mir gerade wie das weiter geht, wenn man die Bisexuelle sieht mit deren Wünsche auf gesellschaftliche Akzeptanz,

die einen die gerne monogam ihre Beziehungen führen und diejenige,
die (wie ich) gerne Mehrfachbeziehung leben

... ... ...,

wir sind soweit in unsere technische Möglichkeiten, aber Kommunikation - Beziehungen - Nähe, scheint nach wie vor ein recht biologisch orientiertes "etwas" zu sein

Wie siehst du das ?
Bzw. wenn diskutiert wird über eine extra dritte Toilette für Transen und für die TATSÄCHLICHE Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen, sind wir da immer mit einbegriffen oder aber sind Bisexuelle (mit ihre wunderbare vielfallt) trotzdem noch ganz anders?
5.5.06 15:32


Als Sibylle Berg in einem Vogelkäfig vor der Haustüre stand

Passen Frauen und Männer zusammen?

Ich bekam eine Geschichte zugeschickt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich mag den Stil von M.W. und bin sehr gespannt wie ihr es findet ...

(gerne publiziere ich hier halbe und ganze wahrheiten *g, schicke sie mir zu!)

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Als Sibylle Berg in einem Vogelkäfig vor der Haustüre stand
von Michael Weiler

"wandering in a parkinklot
on a rainy afternoon
now i am an astronaut
third man on the moon"
aus:
masters of reality "deep in the hole"


Alles begann mit dem Ende. Mit dem Ende einer Beziehung zu einer Frau die Jutta hies und die er besuchen wollte, mit dem falschen Buch, den falschen Erwartungen und mit allem im Gepäck was man sonst noch falsch machen kann bei Frauen. Er las aus unerfindlichen Gründen gerade "Doktor Faustus" von Thomas Mann. Das Ziel der Zugreise, auf die er sich begeben hatte, war Halle an der Saale. Dort spielte auch das Buch das zu lesen er begonnen hatte.
Die Verwicklungen, die dann dazu führten, dass Sibylle Berg in einem Vogelkäfig vor seiner Haustüre stand, begannen in dem Augenblick, als er aus dem Zugfenster sah und ein Schild mit dem Namen "Bitterfeld" vorbeizog. Dort setzte der Regen ein. Eine spezielle Art von Regen. Alles wurde dunkel und die Welt verschwand hinter einem diffusen Schleier. In einem solchen Regen konnte so ziemlich alles geschehen.

Als er seinen Fuss in Halle auf den Bahnsteig setzte, wusste er, dass er sich auf einer schiefen Ebene befand. Nicht, dass der Bahnsteig schief gewesen wäre, sondern die schiefe Ebene war eher eine Schwingung. Ein innerer Zustand von Menschen, deren Frequenz füreinander sich so verschoben hat, dass einfach nichts mehr zu machen ist.
Aber er kickte den Gedanken weg und rutschte auf Sie zu. Sie die Jutta hies, und so gut roch und die eine Falte um den Mund hatte, die er liebte, noch mehr wie den Rest von ihr. Die Begrüssung ging natürlich schief. Denn Jutta wollte ihn nicht, was er schon lange wusste. Da war es besser über den Regen zu reden. Diesen verfluchten Regen, der ihn begleitete, seit Bitterfeld.

Wenn Frauen nicht mehr wollen, dann wollen sie eben nicht. Davon hatte er gehört. Damit musste man sich abfinden. Aber Jutta`s die nicht mehr wollen, das war mehr als er ertragen konnte. Man muss über diesen Besuch in Halle also nicht viel erzählen:
Sie streiften einen Abend durch die Stadt: Im Regen. Die Worte klebten im Maul, und sie sassen nebeneinander. Sie rutschte immer weiter weg, je näher er ihr sein wollte. Nicht einmal das Bier, dass sie in einer Kneipe tranken, machte es besser. Dann gingen sie zu ihr. Und der Regen hielt sich tapfer.

Noch ein Versuch zu reden... aber es war sinnlos. Eigentlich wollte er eine Woche bleiben, aber nun wusste er, dass er weg musste. Bald, noch bevor der Regen aufgehört hatte. Sie feilte bereits im Dunkeln an einem Satz. Er konnte das spüren. Dann war Sie soweit und Sie sagte es.

Er ging dann pissen, und da stand ihr Fahrrad auf der Waschmaschine. Das Klofenster war ein Schlitz, dahinter Häuser und eine einsame, traurige Teppichstange. Er zog die Spülung und dann packte nebenbei ein paar Erinnerungen ein. Aktenzeichen: Der letzte Besuch. Er sah sich das nagelneue Fahrrad auf der Waschmaschine genau an. Das würde helfen. "Du spiessiges Miststück, mit deinem geputzten Rad" konnte er dann dabei denken. Dann schnappte er seine Tasche öffnete die Haustüre und drehte sich nochmal zu ihr um. Sie wünschte "eine gute Zeit". Er dachte "Leck mich doch am Arsch", und verschwand im Regen. Wenigstens das hatte Sie genau verstanden.

Er fuhr zurück. Er brachte das Buch hinter sich und bemerkte nicht wie ihn der Regen verlassen hatte. Er stieg in Mannheim aus dem Zug, und der Schmerz und die Wut waberten hoch und sagten "Guten Tag, wir werden wohl eine ganze Weile bleiben". Er schwankte heim. Die schiefe Ebene war weg.

Er lebte einfach weiter, als wäre nie etwas geschehen. Es gab andere Frauen, die nicht "Jutta" hiessen. Die ganze Welt war voll davon. Ausserdem begann er an einem Roman zu arbeiten. Kurz: er war all dem irgendwann erfolgreich entkommen. Nur dieser seltsame Regen aus Bitterfeld, holte ihn eines Tages ein...

Es war drei Jahre später, als er auf einem Sofa sass, und in einen Fernsehapparat starrte. Es ging dort um etwas, wie immer. Dann sah er Sibylle Berg auf dem Schirm. Man konnte Sie sehen in einem riesigen Kleid.
Normalerweise war es ihm egal was auf dem Schirm zu sehen war, aber diese Frau hatte sich in seine Netzhaut geäzt. Das war ein seltenes Erlebniss, denn sonst stand er der Welt mit unglaublicher Gleichgültigkeit gegenüber.
(Seit seinem Besuch in Halle an der Saale) Draussen begann es zu tröpfeln.
Er nahm einen Zahnstocher in den Mund und holte eine Packung "Fischermans Friend" und einen Schirm und ging hinaus.

Diesesmal war er sicher, dass er von etwas davonlaufen musste. Er musste diese Frau schleunigst vergessen, denn Sie erinnerte ihn an etwas was er dringend nicht wissen wollte. Und so vergass er es. Aber ihm war, wie wenn die schiefe Ebene, die er in Halle an der Saale in diesem Regen gespürt hatte, wieder da wäre. Allerdings in umgekehrter Richtung. Je mehr er von dieser Frau entfernt sein wollte, desto näher kam Sie. Am nächsten Tag regnetet es immer noch. Er ging in ein riesiges Medienhaus. Gerade als er in einem Buch blätterte sah er ein Buch, genau vor seiner Nase. "GOLD" stand dort. Von "Sibylle Berg". "Die Welt ist nun mal voller Bücher" dachte er während er den Schirm aufspannte. "Wieso auch nicht von der? Heute schreibt ja jeder irgendwas..."

Zwei Wochen später besuchte er eine Dichterlesung. Er wusste nicht wie die Frau hies. Die Lesung war schlecht. Danach pressten die Zuhörer noch ein paar Fragen heraus. Weil die Veranstalterin gesagt hatte, dass man jetzt eben noch etwas fragen könne (und fragen kostet nichts!). Er war bereits am hinausgehen, als eine ältere Dame die Schriftstellerin lobte mit den Worten:
"Also ihre Worte haben so eine Wärme. Sie sind nicht wie diese Sibylle Berg.
Diese Sibylle Berg ist irgendwie so kalt"
Langsam begann er die Berg zu mögen. Vor allem wenn es zu regenen begann spürte er die schiefe Ebene. Nicht, dass er nun eines Ihrer Bücher zu lesen begann. Er machte etwas viel schwerwiegenderes. Eines Abends als es draussen schrecklich regnete und er sich leer und einsam fühlte, begann er ein e-mail an Sibylle Berg zu schreiben. Er schrieb eine Menge und er bekam eine knappe Antwort von ihr. Er mochte diese sehr kurzen Sätze. Und so schrieb er ihr wieder. Er wusste nicht warum Sie ihm antwortete, aber Sie tat es. Und so kam es, dass er zwischen seiner Arbeit an seinem Roman e-mails an Sibylle Berg verfasste.

Eines Tages aber antwortete Sie nicht mehr. Er ignorierte es zunächst, aber dann konnte er nicht mehr an seinem Roman weiterarbeiten. So hackte er ins e-mail Fenster "Wo zum Teufel stecken Sie?". Dann bekam er eine Antwort auf die er erst recht nicht mehr weiterarbeiten konnte. Frau Berg behauptete nämlich, dass Sie vom Schwarzen Mann gefangengehalten würde, und Sie völlig verzweifelt sei.

Was aber sollte man auf ein solches e-mail antworten? Aber immer wenn er sich an die Tastatur setzen wollte um zu arbeiten musste er an Sibylle Berg und den Schwarzen Mann denken, der sie Sie gefangenhielt. Was sollte er ihr nur raten? Wodka musste her!
Eine halbe Flasche lang verharrte er vor der Tastatur. Dann lies er das e-mail Fenster aufschnappen und schrieb ihr folgende Zeilen: "Sagen Sie dem Schwarzen Mann, dass Sie eine Pizza essen wollen. Wenn Sie hören, dass der Pizza-Service kommt fangen Sie an zu schreien was das Zeug hält" Dann ging er auf SENDEN.

Einige Tage später kam er spät Nachts nach Hause. Da stand Sibylle Berg in einem Vogelkäfig vor der Haustüre. Er bemerkte es gerade in dem Augenblick als er den Schlüssel herumdrehen wollte. Zuerst sah er den Käfig nicht, doch dann spürte er wie ihn jemand beobachtete.

Wenn die Normalität wegbricht ist es gut sich an etwas zu halten was von dort kommt. Es sind dies jene seltenen Momente, liebe Leserin, lieber Leser, an dem wir, die Profis von den Amateuren unterscheiden können (Und diese Momente sind ja heute selten genug). Jedenfalls, hatte die Normalität einen gewaltigen Riss bekommen. Durch diesen Riss blickte er und so tat als sei die Welt in bester Ordnung.
"Oh, Sie sind es" sagte er.
"Es hat funktioniert. Das mit dem Pizza-Service. Ein Taxifahrer hat mich hergebracht"
"Wir reden am Besten drinnen weiter..." sprach er, schnappte den Käfig und stellte ihn in seine Küche. Er brauchte jetzt wirklich dringend einen Wodka.

Dann machten Sie ein wenig Smalltalk, bis er das Schild sah, dass an dem Käfig angebracht war:
Das Öffnen dieses Käfigs ist strengstens untersagt. Zuwiederhandlungen werden mit dem Tod bestraft!
gez: DER SCHWARZE MANN

Frau Berg zündete sich eine Mini-Zigarette an, und inhalierte tief. "Ich weiss genau was er da draufgeschrieben hat" Dann blies Sie den Rauch aus und versank in Gedanken. Er reichte ihr einen kleinen Wodka. Er spürte, dass Sie ihn nötig hatte. "Wissen Sie, er ist eifersüchtig. Ich habe nämlich mit ihm Schluss gemacht. Und da hat er mich... Na, ja Sie sehen ja was er gemacht hat. Dabei war er am Anfang richtig charmant. Ich meine, er hat mit richtig nette Briefe geschrieben und so. "Die Prinzessin vom Zürichsee" hat er mich genannt. Und ein Schloss hat er mir versprochen. Und er macht ja in der Hinsicht keine leeren Worte. Aber das Schloss wurde immer mehr zu einem goldenen Käfiig und..." Das war der Punkt an dem Sie noch einen Wodka nötig hatte.

Eine Beziehungskiste also: Zwischen Frau Berg und dem Schwarzen Mann. Und er sollte dafür mit dem Leben bezahlen, wenn er den Käfig öffnete! Draussen begann es zu regnen und das Telephon klingelte. Es hörte sich, wie er fand, nicht besonders freundlich an.

Draussen blitzte es jetzt. Das Telephon schellte bereits das dritte mal und Frau Berg und er sahen sich die ganze Zeit in die Augen. Beim vierten Klingeln blitze es wieder so, dass alles gespenstisch hell wurde. Er nahm den Hörer ab. "Ja?"
"Hier spricht der Schwarzen Mann." sagte der Schwarze Mann. "Oh"
"Ich weiss dass Sie bei Ihnen ist. Ich werde Sie abholen und wenn Sie den Käfig öffnen... Also hören Sie... Ich bin in einer Stunde bei Ihnen und ich hoffe für sie, dass sie ein kluger Mensch sind" sprach die Stimme aus dem Hörer.
Wieder bitzte es und donnerte es. Da ging er langsam zum Käfig und Frau Berg war ganz still und blickte aufmerksam aus dem Vogelkäfig. Es war schwer sie nicht zu mögen. Aber in voller Lebensgrösse?
Er öffnete den Käfig. Es gab Rauch und elektrische Entladungen und es donnerte. Dann stand Sybille Berg in voller Grösse da. "Haben Sie vielleicht einen Spiegel irgendwo?" fragte Sie. Er zeigte mit dem Finger Richtung Badezimmer "Es ist aber nicht aufgeräumt. Ich hab ja auch nicht mit Besuch gerechnet."

"Alles in Ordnung?" fragte er. "Soweit ja. Aber es ist wirklich besser wir verschwinden jetzt. Er kann richtig ekelhaft sein wenn er so wütend ist"
"Sie verschwinden" sagte er "Ich bleibe".
Er bestellte ein Taxi. Die Zeit verstrich. Endlich klingelte es.
"Ich werde Ihnen ein Mail schicken" sagte Sie. Er hatte versprochen hatte, dass er sich sofort aus dem Staub machen würde. "Ein E-Mail in die Hölle"
murmelte er und ging zurück in seine Wohnung. Er liess sich von niemandem Vorschriften machen weder von Sibylle Berg noch vom Schwarzen Mann. Ganz kurz fühlte er sich wie ein echter Profi. Es fehlte nur noch eine Zigarette!
Dann verschwand dieses Gefühl ganz plötzlich. Was war dies nur für eine beschissene Welt? Warum konnten Männer und Frauen nicht in Frieden zusammenleben? Und während sich draussen der Himmel zu bitteren dunklen Wolken zusammenzog aus denen hässliche Blitze zuckten, musste er an Halle an der Saale denken. Und weil dies so war sagte er sich "Schlimmer kann es sowieso nicht kommen" Aber da klingelte es. Und es kam schlimmer.

Er öffnete und der schwarze Mann trat ein. Es wurde augenblicklich eiskalt als er den Raum betrat. Der schwarze Mann sah wirklich furchterregend aus, richtig widerlich. Er sah sofort, dass der Käfig leer war. Bevor seine eiskalte Wut sein Wesen beherrschte, konnte man die Enttäuschung sehen, dass die Gefangene weg war. Es war dies die aufrichtige Entäuschung eines Mannes dessen Beziehung endgülig in Scherben liegt.
"Sie ist weg" sagte der schwarze Mann. "Hat Sie mir nicht einmal einen Zettel hinterlassen...?"
"Frauen" sagte unser Held dünn, nur damit die fürchterliche eisige Stillle die jetzt eintrat, zu zerreissen. "Wissen Sie ich hätte Sie gar nicht raussgelassen, aber ich kann es einfach nicht ausstehen wenn man mir Vorschriften macht" Der schwarze Mann starrte immer noch ungläubig auf den Käfig.
"Sie können froh sein dass sie weg ist. Ich finde die ist ganz schön schwierig. Oder?"
"Seien Sie still Sie werden sowieso gleich sterben" sagte der schwarze Mann leise, aber mit der garstigsten Stimme, die man sich nur vorstellen kann. Und dann kam die eisige Wut. Und es frorem unserem Helden die Füsse auf dem Lenolium-Boden fest, damit er nicht mehr weglaufen konnte.
Sein Tod würde also erfrieren sein. Das war nun abzusehen. "Halt! Ich habe noch einen letzten Wunsch!" rief er in die Kälte die der schwarze Mann ausstiess. Der war aufrichtig verblüfft. "Was glauben Sie, wen Sie hier vor sich haben?" "Jetzt sein sie nicht so, es wird ja niemand erfahren. Aber ich würde noch gerne eine rauchen bevor... und ich hab gesehen, dass Sie eine Schachtel Reval ohne Filter bei sich haben. Bitte. Nur eine!"
Der schwarze Mann starrte ihn fassungslos an, aber er kramte bereits in der Tasche nach den Reval. Er gab ihm eine und steckte sich auch eine an. "Ihr verfluchten Schriftsteller, glaubt doch alle ihr seid etwas Besonderes" Der schwarze Mann inhalierte tief wobei seine Lungen leicht schepperten, dann sagte er resigniert "Sie wird bereits... am Computer sitzen und einen Text über mich verfassen. Ich kann es mir richtig vorstellen. "Wie der schwarze Mann mir eine Szene machte" oder sonst irgend ein Mist" Er inhalierte wieder..."Meinen ganzen Ruf wird sie zerstören" sagte der schwarze Mann und dann kam ein fürchterliches Funkeln in seine Augen "Aber vorher werde ich Sie finden" Und dann, meine lieben Leserinnen und Leser drückte der schwarze Mann die Zigarette nicht aus, sondern er liess die Glut langsam und genüsslich zwischen seinen eiskalten Fingern sterben.

Der schwarze Mann begann langsam den Schriftsteller einzufrieren. "Vor einigen Jahren ging es mir genau wie Ihnen. Ich war wütend und verletzt und das alles wegen einer Frau die Jutta hiess und mich nicht mehr wollte."
"Mich verlässt man nicht" sagte der schwarze Mann "Zumindest nicht lebendig, denn das wäre lächerlich" "Es ist nicht lächerlich. Das darf man nicht zu persönlich nehmen. Keiner blickt da durch.
Es geschieht und man muss es hinnehmen. Auch Sie sollten das tun!"
"Ach ja?" sagte der schwarze Mann und zündete sich noch eine Zigarette an und setzte sich.
"Und was soll ich jetzt machen?"
"Sie sollten zu den Enten gehen. Das hat mir damals sehr geholfen!"
"Zu den Enten?"
"Genau gehen Sie zu den Enten und fragen Sie sich ob Sie so leben könnnten?" "Wieso wie leben denn die Enten?"
"Könnte ich noch eine Zigarette haben?"
Der schwarze Mann reichte Sie ihm rüber.
"Die Enten halten es so, dass die Weibchen stets vorrauss schwimmen und die Männchen immer hinterher. Egal wo das Weibstück hinschwimmt, das Männchen ist stets hintendran. Das ganze Leben am Rockzipfel. Und jetzt sagen Sie bloss, dass der schwarze Mann so leben wollte. Ich meine wie sollten sich vor so jemandem die Kinder fürchten"
Der schwarze Mann starrte ihm tief in die Augen. Es waren Augen wie Abgründe. "Verdammte Scheisse, vielleicht haben Sie recht. Ich bin doch nicht Donald Duck." Der schwarze Mann stand auf. Er drehte sich nocheinmal um.
"Und Sie werden nichts darüber schreiben?"
"Niemand wird etwas schreiben". Bevor er zur Tür hinaus ging warf er die Schachtel Reval auf den Tisch. "Hab noch eine Schachtel im Auto" sagte der schwarze Mann. Dann war er weg. Das Gewitter hatte sich gelegt. Es regnete nicht mehr. Der Schriftsteller drehte die Heizung auf und machte sich ein heisses Fussbad. Dazu rauchte er eine Reval ohne Filter und spielte mit der gelben Schachtel. Das war das beste Fussbad, dass er jemals hatte. Wie gut es doch ab und zu ist etwas Normales zu tun. Vor allem für Leute die Schreiben.
9.5.06 08:54


Frauen FEIERN

Ladyfest in Frankfurt/ Main
vom 24.Mai 2006 - 28.Mai 2006

ein Tip von Lucia


DAS PROGRAMM

Mittwoch, 24.Mai im IVI, ab 20 Uhr

feierliche Eröffnung des lady_fests mit
kicka turnier und abendgarderobe
Special Guests: sexy tapes vom "kuenstlerinnen-kollektiv sea aus berlin, zuerich und ffm"

Donnerstag, 25.Mai 2006

Pfeif drauf Workshop Demo-Vorbereitungsworkshop, Transpis + Vocals

„Mamabitch“ Workshop zum Thema Mutterschaft und Schlampentum

„Das andere des Differenzfeminismus“ Barbara Köster, Julia König, Alek Ommert

Queer Beograd – Performance, Film, Workshop

DEMO: 25.Mai 19 Uhr Willy-Brand-Platz Antivatertagsdemo - (Demo im Rahmen des LADYFESTes) Gegen die alltägliche männliche Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle, Andersaussehende alle geschlechter sind herzlich eingeladen!


ab ca. 22 Uhr: Konzert im Exzess mit freundlicher Unterstützung des FrauenLesben-Café gibt´s LADYFEST-after-demo-chill im Café und Konzert (The Tiptons) in der Halle

Freitag, 26.Mai 2006

„Von schleichenden Veränderungen im Alltag - (mind.) 50 Jahre Einwanderungsgesellschaft“ Handan Atadiyen

„Der ganz norm/ale Wahnsinn: Weißsein im Alltag“ Eske Wollrad

Podiumsdiskussion zu Sexarbeit und WM, u.a. mit Dona Carmen, Emilija Mitrovic u.a.

ab 20 Uhr Konzert im Exzess, beginnt pünktlich! ladies_electro_dance_night mit den

LESBAINS ON ECSTASY (Electronica aus Montréal, Canada),
SWEET SWEET (Powerpop, Punk, Electro aus Amsterdam),
TOXIC LIPSTICK (Shoegaze, Experimental, Trash aus Brisbane, Australia)
und danach wilde auflegerei überall
+ MAMABITCH! neues Projekt von Lava303



Samstag, 27.Mai 2006

Punk Rock Aerobics aus Nürnberg

„Die widerspenstige Leichtigkeit des Seins: Behinderung, Körperpolitiken und Körperrepräsentationen aus der Perspektive der Queer und Disability Studies“ Heike Raab

Playback Theater: „Eindrücke und Ausdrücke von den vergangenen Tagen Playback: Die etwas andere Art der Auswertung“ Tiyatro Marea

Buchvorstellung Abtreibung im internationalen Kontext, Sarah Diehl

ab 21 Uhr Konzert in der Rebstöcker Str. 41, mit
EN TRANSIT (alternative/FfM),
WAND (girl-grrrnd/Hamburg),
LE MALHEUR DE MA VIE (hc-punk/Pott)(ex-stoerenfrieda)*
various Dj_Ns auf 3 Floors, Punk/ Hardcore, Elektro, Techno, Prog Trance, Chill, Projektionen, Installationen, Performance uvm

Sonntag, 28.Mai 2006

Für die einen ist es die Abschlussmatinee, für die anderen das FrauenFrühschoppen, Rebstöcker Str. 41
11 Uhr Ladyfest-Brunch 12 Uhr
TRIO TERZ (klezmer) aus Frankfurt

ab 14 Uhr PLAYGROUND - Open Stage, Krach machen, Instrumente und Verstärker ausprobieren,Sessions... Ladies Only Playground !

Austellungen: geschlechter/kon/fusionen_fotoausstellung
“Rag Dolls - Beauty and Blackness" - Art/Sound Installation by Veruska Bellistri (Rome), Stephanie Muller (Munich), Christine Kewitz (Berlin)

Veranstaltungen und Workshops im Rahmen des ladyfest_ffm finden im Frauenloft, Hohenstaufenstr. 8 statt


********************

das verspricht spannend zu werden - ich wünsche euch allen viel Spaß - leider kann ich nicht dabei sein ... ich werde an euch denken und in Gedanken mit euch mitfeiern und ein paar wunderbare Frauen antanzen *zwinker
22.5.06 10:05


noch etwas ... !!

das Sonnendeck ist nun seit einige ZEIT online mit einer eigene Seite,

zu finden unter Sonnendeck, Berliner Gruppe für Bisexuelle


www.sdck.de,
die Internetseiten vom Sonnendeck.

Sonnendeck ist eine Berliner Freizeit- und Diskussionsgruppe für Bisexuelle. Gegründet wurde sie im Mai 2004. Ziel unserer Gruppe ist, einen Raum für Bisexuelle zu schaffen, in dem wir Gleichgesinnte treffen, uns austauschen und kennen lernen.

Sonnendeck-Treffen gibt seitdem immer am dritten Freitag eines Monats um 21.00 Uhr. Angefangen haben wir zu dritt und sind jetzt meistens fünf bis acht Leute. Teil nehmen Männer und Frauen von Anfang 20 bis Mitte 40 je nachdem, wer gerade dabei ist.
22.5.06 10:27


Blut & Tränen und was machen die bisexuellen

Städtepartnerschaft mit Moskau auf Eis legen LSVD ruft zu Protestkundgebung vor russischer Botschaft

Zu den blutigen Angriffen auf schwule und lesbische Demonstranten in Moskau erklärt Alexander Zinn, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD):

Nach den blutigen Angriffen auf schwule und lesbische Demonstranten in Moskau fordert der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), die Städtepartnerschaft von Berlin und Moskau auf Eis zu legen. Solange der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow seine Äußerung, „Schwulenparaden seien in Russland absolut inakzeptabel“, nicht zurücknimmt, sollte der Berliner Senat die Partnerschaft ruhen lassen.

Das Verbot einer friedlichen Demonstration von Lesben und Schwulen, die ihr Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen wollten, war skandalös genug. Der zweite Skandal war das Verhalten von Polizei und bereitstehender „Anti-Terror-Einheit“ OMON: Sie hatten den Demonstranten jeden Fluchtweg versperrt und sie direkt in den Mob rechtsradikaler Gegendemonstranten getrieben. Verletzungsopfer sind u.a. der Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der Generalsekretär der österreichischen Lesben- und Schwulenorganisation HOSI, Kurt Krickler, und Pierre Serne, der dem Europa-Vorstand der Internationalen Lesben- und Schwulenorganisation ILGA angehört.

Um gegen das unerträgliche Verhalten der Moskauer Stadtverwaltung und der Polizei zu demonstrieren, ruft der Lesben- und Schwulenverband zu einer Protestkundgebung auf:

Am Freitag, dem 2. Juni 2006,
um 12.30 Uhr vor der Botschaft der Russischen Föderation, Berlin, Unter den Linden 63 – 65.
weitere infos unter:LSVD

****************

was mich gerade beschäftigt ist: wie geht man dagegen an, gegen diese gewalt und gegen diese intoleranz
natürlich muss ich auch daran denken, was wäre, wenn die bisexuellen "dazu" noch eine extra nach außen sich outende gruppe wäre
wurden wir als bisexuelle, dann am bi tag auch eine demo ähnliche situation aufbauen, um dann auf der straße zu zeigen das wir gleich - und trotzdem anders sind?

ich denke darüber nach den bi tag hier in berlin "zu organisieren", daher wurde es mich freuen von euch zu hören, was ihr davon hält - wurdet ihr auf ein großes straßenfest mit allem drum und dran kommen? oder eher lieber in ein lokal, wo man sich "etwas" zurück ziehen kann - oder vielleicht gibt es dieses bedürfniss bei uns gar nicht , solche tage gemeinsam zu feiern (in deutschland)
31.5.06 12:33





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